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Briefe und Reden

An:

redaktion.braunschweig@bzv.de

Betreff.:

Helmut Kohls vermeintliche Dummheit

Datum:

Samstag, 3. März 2001


Sehr geehrte Damen und Herren,

Viele Menschen, vor allem seine Anhänger, halten den Altbundeskanzler, Helmut Kohl,  für dumm, weil er die Namen seiner Spender nicht preis gibt und dadurch sich selbst, seiner Partei, und der politischen Kultur seines Landes großen Schaden zufügt.

Ich glaube aber nicht, dass er dumm ist, sondern dass er genau weiß, dass die Schäden noch größer wäre, wenn er sagen würde, woher und von wem die schwarzen Spendengelder stammen.

Ein ehrenvoller Spender wäre auch längst in die Öffentlichkeit getreten, um der Partei, die er vermutlich helfen wollte, aus der Klemmer zu helfen. Aus der Tatsache, dass er das nicht tut, kann man schließen, dass er - bzw. seine Spende - nicht ehrenvoll gewesen sei.

Wir dürfen ruhig darüber spekulieren, was für ein Verbrechen hier begannen wurde. Es muss etwas ziemlich schlimmes gewesen sein, sonst hätte Helmut Kohl und/oder sein Spender längst für Klarheit gesorgt.

Mit freundlichen Grüßen